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Strukturreform: Enttäuschung für Unterfranken

Verbandsausschuss lehnt den Antrag des Bezirksrats zur Zielstruktur Unterfrankens ab

Dieser Antrag des Bezirksrates fand nicht die Zustimmung des Verbandsausschusses.

Der Verbandsausschuss des BTTV hat auf seiner richtungsweisenden Sitzung am 25. und 26. November 2017 in Geiselwind den Antrag des Bezirksrats zur Zielstruktur Unterfrankens mit 91 Nein-Stimmen, bei 16 Ja-Stimmen und 1 Enthaltung, mit großer Mehrheit abgelehnt.

Die Standardbegründung des Verbandsausschusses zur Ablehnung von Wechselanträgen von Vereinen lautet sinngemäß angewandt auf die unterfränkischen Anträge: 

Der Verbandsausschuss hat Ihren Wunsch nach Zuordnung zu einem anderen Bezirk ausführlich diskutiert. Der Verbandsausschuss hat mehrheitlich entschieden, die Zuordnung Ihres Vereins gemäß der bisherigen Planung zu belassen, weil andere Gründe wie die Ausgewogenheit der Bezirke bzgl. Vereins- und Mannschaftszahl, die Auswirkungen auf Nachbarvereine und die Gesamtverteilung nach Meinung des Verbandsausschusses mehr Gewicht besitzen als die von Ihnen nachvollziehbar vorgebrachten Argumente. Wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen, dass Ihr Antrag keine notwendige Mehrheit erhalten hat und abgelehnt wurde.

Der Antrag des Bezirkes Unterfranken zielte aber auf eine deutlich  ausgewogenere Verteilung in Hinblick auf die Mannschaftszahlen in den drei neuen Bezirken und einer damit verbundenen gleichmäßigen Verteilung der Finanzmittel ab.

Ein weiteres Ziel war, dass kein Verein gezwungen werden muss, seinen Altkreis zu verlassen.

Ergebnis weder Fisch noch Fleisch

Die Kompromisslösung, die jetzt vorliegt (siehe dazu die Grafik rechts), ist zwar für den Kreis MSP annehmbar, für den Gesamtbezirk jedoch die schlechtere Alternative und für den Kreis SW nur schwer verdaubar.

Die Konsequenzen dieser Entscheidung für den Bezirk Unterfranken und die Handlungsmöglichkeiten gilt es nun in der Wintersitzung des Bezirksrats am 13. Januar 2018 in Frammersbach zu besprechen.

Hier zur Erläuterung noch einmal die Vereine aus dem Kreis SW, die dem Bezirk 3 zugeordnet werden: 

706004 TSV Essleben 1928

706005 TSV 1920 Ettleben
706008 TSV Gernach 1928
706009 TV Gerolzhofen 1862
706014 DJK Hergolshausen
706015 SV 1947 Kolitzheim
706025 SV Schwanfeld 1945
706036 TSV Theilheim
706039 SV DJK Unterspiesheim

706040 TSV Waigolshausen 1927

706041 TSV Werneck

706044 DJK Gänheim
706046 1. FC Arnstein
706047 DJK TG Hausen
706049 FC Lindach 1938
706051 1. FV Opferbaum

Die Vorteile des Antrages des Bezirksrates, wie- die Ausgewogenheit der Mannschaftszahlen der Erwachsenen führt auch zu einer Ausgewogenheit bei der Finanzausstattung der Bezirke,- das Zusammenbleiben der Vereine in den Altkreisen erhöht die Motivation zur besseren Akzeptanz der "ungeliebten" Strukturreform,wurden vom Verbandsausschuss leider nicht anerkannt, möglicherweise gar nicht erkannt.
Aktuelle Lage: Die Altkreise AB, MIL und MSP bilden den Bezirk 1 mit 101 Vereinen. Die Altkreise RHÖN, HAS und SW (ohne die Vereine im Südteil) bilden den Bezirk 2 mit 78 Vereinen. Die Altkreise WÜ und KT plus 16 Vereine aus SW-Süd und 3 Vereine aus OFR und MFR bilden den Bezirk 3 mit 79 Vereinen.