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Einzelsport Erwachsene  

Veitshöchheim, 22.10.17
Wenn sieben Matchbälle nicht reichen

Alle Ergebnisse der letzten gesamtunterfränkischen Einzelmeisterschaften der Damen und Herren

Der erst 17jährige Leon Brandenburg (ganz links) wurde erstmals Bezirkseinzelmeister bei den Herren A. Nachdem er in der Vorrunde überraschend gegen Lukas Grötsch (im Endklassement 3., ganz rechts) verloren hatte, traf er bereits in der Runde der letzten 16 auf den Topgesetzten Felix Günzel, den er 3-1 besiegte. Im hochklassigen und hochdramatischen Finale wehrte er gegen Roman Muhin (Zweiter von links) nicht weniger als sieben Matchbälle ab, ehe er gleich seinen allerersten Matchball nutzte. Michael Huttner (Zweiter von rechts) und Grötsch spielten beide ein gutes Turnier und wurden gemeinsam Dritte.

 

Die letzten gesamtunterfränkischen Meisterschaften in Veitshöchheim konnten noch einmal mit zwei Rekorden der besondern Art aufwarten:

  • In der A-Klasse der Herren nahmen so viele Spieler wie noch nie bei einer unterfränkischen Bezirkseinzelmeisterschaft teil. 30 der 31 Herren hätten aufgrund ihres Q-TTR-Wertes auch nur für die A-Klasse melden können, was neben der hohen Quantität auch für die Qualität dieser Konkurrenz spricht.
  • In der Vorrundengruppe 8 der Herren-B-Klasse gab es die wohl knappste Entscheidung in der Geschichte der Bezirkseinzelmeisterschaften. Jonas Meckelein, Elan Carlos von Willert und Daniel Niemczyk hatten alle eine Bilanz von 1-2 Siegen und 5-7 Sätzen. Nach neuer WO wird die Balldifferenz aller Spiele als nächstes Kriterium herangezogen, die zugunsten von Meckelein (-5) gegenüber von Willert und Niemczyk (jeweils -6) sprach. Von Willert wurde aufgrund des Sieges im direkten Vergleich gegen Niemczyk (viertes Unterscheidungskriterium) Gruppendritter, schied aber ebenso aus wie der Neu-Versbacher.

     

    Alle Fotos: H.-G. Ziegler

    Die drei erfolgreichsten Damen der Leistungsklasse A/B strahlen um die Wette. Und womit? Mit Recht. Tabea Reichert (in der Mitte), einzige A-Spielerin in der Konkurrenz, wurde ihrer Favoritenrolle gerecht, wenn auch nur sehr knapp. Sowohl im Halbfinale gegen Sarah Vestner (links, 3.) als auch im Finale gegen Simone Amthor (rechts, 2.) musste sie über fünf Sätze gehen. Amthor qualifizierte sich zum sechsten Mal in Folge für die Bayerischen Meisterschaften in der B-Klasse. Begleitet wird sie dort von Vestner, die nach ihren Siegen beim Bezirksranglistenturnier (Leistungsklasse "B") und beim Kürnacher Pre-Season Team Cup (Leistungsklasse "Pandabär") ihre starke Saison in Veitshöchheim fortsetzte.
    In der B-Klasse qualifizierten sich Tim Höfer (1.), Albert Wiesner (2.), Michael Brey (3., von links nach rechts) und Gerd Rothermich (3., nicht auf dem Bild) für die Bayerischen Meisterschaften. Brey verzichtet jedoch auf eine Teilnahme und wird durch Frank Keul (höchster Q-TTR-Wert aller Fünftplatzierten) ersetzt.
    Dominik Spahn (ganz links) kam im Finale der C-Klasse gegen Lukas Müller (Zweiter von links) nach verlorenem ersten Satz und 7-2-Rückstand im zweiten Satz doch noch in die Erfolgsspur zurück und sicherte sich den Titel. Clemens Splanemann (Zweiter von rechts) und Marius Saar (ganz rechts) wurden gemeinsam Dritte.
    Marie Hanke (ganz rechts) bezwang im Finale der C-Klasse die vielumjubelte Lokalmatadorin Ulrike Sánchez (Zweite von rechts). Sánchez wird aber bei den Bayerischen Meisterschaften in Nittenau nicht antreten, wovon Jessica Emrich (ganz links) als Drittplatzierte mit dem höheren Q-TTR-Wert profitiert. Anna Hartung (Zweite von links) hat als Drittplatzierte mit dem niedrigeren Q-TTR-Wert die Qualifikation für Nittenau knapp verpasst.
    In einem Finale zweier Spieler aus dem Kreis Main-Spessart ging der erst 15-jährige Markus Wolff (ganz links) als Sieger hervor. Sebastian Kühnelt (Zweiter von links) wurde Zweiter. Der Kreis Miltenberg - vertreten durch Fabian Dreßen (Zweiter von rechts) und Maik Zeiske (ganz rechts) - kann sich über zwei dritte Plätze freuen.